Hongkong Rescue

Hongkong, die ehemalige britische Kronkolonie, besteht aus der Halbinsel Kawloon, der größten Insel Lantau, Hongkong-Island und über 250 kleinen und größeren Insel. Hongkong-IHongkong1sland wurde 1841 von den Briten besetzt. Die Tochter von Queen Victoria durfte sich fortan Prinzessin von Hongkong nennen, während Kapitän Elliot, der auf der Insel den Union Jack gehisst hatte, gefeuert wurde. Der Premierminister ihrer Majestät hatte sich für das Britische Empire ein größeres Stück vom Chinesischen Kuchen gewünscht, den sich die Europäer gerade aufteilten. Hongkong-Island mussten die Chinesen den Briten „auf immer und ewig übergeben“. 1898 schlossen die Briten mit den Chinesen für die Dauer von 99 Jahren einen Pachtvertrag über die New Territories und umliegende Inseln. Am 30. Juni 1997 war damit Schluss. Die britische Flagge wurde eingeholt und Hongkong fiel an China zurück, wie wir wissen in Gänze: Hongkong-Island allein wäre nicht lebensfähig gewesen und im Übrigen hatte die UNO schon Jahre vorher die Annektion von 1841 für völkerrechtswidirg erachtet.  Heute boomt Hongkong wie so viele andere Städte in China und leistet sich eine beachtliche Skyline. Zu den klHongkong3einen bewohnten Inseln gehört Cheung Chau. Die Fähre vom Finanzdistrikt braucht gerade mal eine Stunde. Dann man schlendert man durch enge Gassen und fragt sich, ob das, was da in den Pappkartons liegt, tatsächlich mausgroße getrocknete Schmetterlingsraupen sind. Die Seesterne erkennt man besser, aber will man das essen? Das Verhältnis zum Mitgeschöpf wird im Großen und Ganzen von seiner EignunHongkong4g für Topf und Pfanne bestimmt. Chinesen sind gewiss keine Vegetarier, aber wer dies anstrebt, sollte eine Reise nach Hongkong durchaus in Erwägung ziehen. Dem getrockneten Hai in der Auslage ist es dabei wahrscheinlich besser ergangen, als manchem seiner Artgenossen, deren schön getrocknete Flossen jetzt für einige Hongkong-Dollar über den Ladentisch gehenHongkong5. Irgendwann gelangt man dann an den Strand von Cheung Chau. Dort erinnern noch zwei Rettungskajaks an britische Zeiten. Ansonsten ist davon nicht mehr viel zu sehen.

Übigens: Phil Macdonald hat einen schönen Reiseführer über Hongkong geschrieben. Die Minihistorie habe ich daraus entnommen. Das Buch ist bei National Geographic erschienen.

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